Abenteuergeschichten für Kinder, in denen über den Bücherrand hinausgeblickt wird!
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Leseprobe

Leseprobe aus Buch 1, Kapitel 2: In Seenot

Er formte seine Hände zu einem Fernrohr und blickte hindurch. „Dahinten sehe ich was!“, rief der Marmelin plötzlich. Nicht weit von ihnen entfernt, klammerte sich jemand an ein Floß und drohte jede Sekunde in das Wellenmeer zu stürzen. 

„Kartoffel, wir müssen zu diesem Floß!“ 

„Ich möchte nicht weiter in das Unwetter hinein, Marmelin ... ich will nicht ins Meer fallen“, sagte Kartoffel leise und ängstlich. 

Marmelin zog den Holzeimer, indem sich Kartoffel tief eingebuddelt hatte, zu sich und sprach sanft zur Erde: 

„Kartoffel, ich versprech‘ dir, dass du nicht ins Wasser fallen wirst. Ich binde dich ganz fest an meine Kokosnussschale und diese ist noch nie gesunken. Wenn die Wellen wollen, sollen sie uns so hochwerfen, dass wir die Wolken berühren - niemals fällst du ins Wasser. Da bin ich mir so sicher, wie, dass morgen die Sonne aufgeht.“ 

Kartoffel war zunächst still, dann sagte sie leise, aber etwas mutiger: „ ... lass uns helfen.“ 

Der Marmelin band den Holzeimer möglichst fest an seine Kokosnussschale und steuerte vorsichtig in Richtung der Hilferufe. Er wusste, dass er sicher war. Er wusste zwar nicht genau warum, aber ihm war klar, dass Kartoffel und ihm nichts zustoßen würde. Niemals. 

Der starke Wind hatte sich zu einem immer mächtiger werdenden Sturm entwickelt. Immer, wenn er die Orientierung zwischen den hohen Wellenbergen verlor, hörte der Marmelin in den Sturm hinein und folgte den Hilferufen. Die Stimme wurde nun immer lauter. Sie mussten sehr nah sein. – Und dann plötzlich ließ eine besonders große Welle die Kokosnussschale und den Holzeimer direkt gegen das Floß stoßen.